Selbstmitleid ist auch keine Lösung!

 

Was tun, wenn es nicht mehr läuft?

 

Fast jeder Sportler kennt sie. Jeder Sportler fürchtet sie....Verletzungen.

Ob Läuferknie, Achillessehnenentzündung, Fersensporn oder wie im Moment bei mir– Schienbeinkantensyndrom....meist bedeutet die Diagnose früher oder später: Sportpause!!

Ein Horrorszenario für alle, für die Sport eine Leidenschaft (oder auch ein notwendiges Übel (:)) und damit ein fester Bestandteil des Lebens geworden ist.

Ich selbst gehe gerade durch diese "Zeit des Leidens"

und jeder der weiß, wie gern ich laufe weiß auch, es ist die Hölle für mich !

Nach zahlreichen Arztbesuchen, Medikamenten und Injektionen MRTs und Diagnosen schaute mich die Ärztin an und sagt mit zuckenden Schultern: „Dann hören Sie doch einfach auf zu laufen.“

Ich bin aufgestanden, mit Tränen in den Augen, und habe geantwortet: „Nein!“ Und ich bin einfach weitergelaufen!

Ob das vernünftig war oder nicht, sei dahingestellt.

Leider ist es aber im Moment so schlimm geworden, dass es einfach

nicht mehr geht!!!

Deshalb lautet mein erster und wichtigster Tipp :

Wenn es bei drei aufeinanderfolgenden Trainings an derselben Stelle zwickt mach eine Pause! Dein Körper sendet dir Signale. Höre auf sie. Lieber rechtzeitig ein paar Tage aussetzen als später (so wie ich im Moment) monatelang auf der Ersatzbank sitzen.

 

Und da wäre ich auch schon bei Tipp Nummer zwei: Setz Dich nie auf die Ersatzbank.

Moderate, der Verletzung angepasste Bewegung ist immer besser, als sich selbstbemitleidend auf die Couch zu verkriechen.

Ja, nicht laufen können ist blöd für mich....aber nur rumsitzen und Trübsal blasen noch viel blöder.

Und glaubt mir, auch das musste und muss ich immer noch lernen!

Tipp drei: Such Dir Alternativen.

Für mich ist Laufen durch Nichts zu ersetzen. Dennoch können andere Bewegungsmuster helfen, die Ausdauer zu erhalten, ohne die verletzte Körperstelle zu belasten.

Ich habe mich also nun bei einem Yoga Kurs angemeldet.

Ich, und Yoga.... zu langsam, zu viel Atmen, zu ruhig aber ....So kann ich wenigstens weiter an meiner Beweglichkeit arbeiten und etwas für mich und meinen Körper tun!

Ja, es ist nicht das Selbe, aber besser als NIX!

Und damit bin ich bei meinem letzten Tipp:

Verliere nicht Deine Freude an der Bewegung!

Wenn es Dir gelingt, während der Sport-Pause locker zu bleiben (nicht immer einfach, glaubt mir!), sie als weitere Herausforderung zu sehen, die Du meistern und aus der Du stärker hervorgehen wirst, kann sie Dir sogar als Chance dienen.

 

Also hadere ich nicht, ich verkrampfe nicht, ich ärgere mich nicht mehr über Dinge, die ich nicht ändern kann (klappt nicht immer !)

Ich atme tief durch, lächle und ....bewege mich weiter.

Und ich weiß....bald läuft es auch wieder beim Laufen!

Wir sehen uns diese Woche in den Kursen, ich freu mich auf Euch

Eure Tanja

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Kommentare: 2
  • #1

    Ines (Sonntag, 11 Juni 2017)

    Sehr schön geschrieben...

  • #2

    Ute Lucas (Montag, 12 Juni 2017 10:42)

    Wirklich gut geschrieben. In Bewegung bleiben und das machen was noch geht. Uch finde Yoga nicht schlecht. Das ist ganz schön anstrengend. Das hilft auch deinen Beinen��